Satzung der WIESE – Theatrales Produktions- und Bildungszentrum eG

§ 1 Name, Sitz, Gegenstand

(1) Die Firma der Genossenschaft lautet WIESE – Theatrales Produktions- und
Bildungszentrum eG; die Genossenschaft hat ihren Sitz in Hamburg.
(2) Gegenstand des Unternehmens ist die Projektierung und Planung zur Realisierung des
Ausbaus der Halle am Wiesendamm 24, 22305 Hamburg, die Baudurchführung bis zur
Eröffnung, der Betrieb von künstlerischen Proben- und Produktionszentren, die Verwaltung
einzelner ausgelagerter Probenräume, die Produktion und Verwertung von kulturellen
Veranstaltungen und daran angegliederte Marktsegmente.
(3) Geschäfte mit Nichtmitgliedern sind zulässig.
(4) Die Genossenschaft kann sich an Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen
errichten.

§ 2 Geschäftsanteil, Zahlungen, Rücklagen, Nachschüsse, Rückvergütung, Verjährung

(1) Der Geschäftsanteil beträgt 1.375,00 Euro. Sofort einzuzahlen sind 500,00 Euro. Auf 875,00
Euro kann der Vorstand Ratenzahlung innerhalb eines Jahres zulassen.
(2) Jedes Mitglied kann bis zu 10 Geschäftsanteile übernehmen.
(3) Die Generalversammlung kann eine Richtline aufstellen, wonach die Nutzung von
Produktions- und Probenräumen abhängig gemacht wird von Beteiligungen mit weiteren
Geschäftsanteilen.
(4) Durch Beschluss der Generalversammlung kann ein Eintrittsgeld festgelegt werden, das den
Rücklagen zugeführt wird.
(5) Der gesetzlichen Rücklage sind mindestens 20% des Jahresüberschusses zuzuführen, bis
100% der Summe der Geschäftsanteile erreicht sind.
(6) Die Mitglieder sind nicht zur Leistung von Nachschüssen verpflichtet.
(7) Die Mitglieder haben Anspruch auf die vom Vorstand beschlossene Rückvergütung.
(8) Ansprüche auf Auszahlung von Gewinnen, Rückvergütungen und
Auseinandersetzungsguthaben verjähren in zwei Jahren ab Fälligkeit. Die Beträge werden
den Rücklagen zugeführt.

§ 3 Generalversammlung

(1) Die Generalversammlung wird seitens des Vorsitzenden des Aufsichtsrates oder dessen
Stellvertreter durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder in Textform
einberufen. Die Einladung muss mindestens zwei Wochen, Ergänzungen und Änderungen
der Tagesordnung müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung erfolgen.
Die Mitteilungen gelten als zugegangen, wenn sie zwei Werktage vor Beginn der Frist
abgesandt worden sind.
(2) Jede ordnungsgemäß einberufene Generalversammlung ist unabhängig von der Zahl der
Teilnehmer beschlussfähig.
(3) Jedes Mitglied hat eine Stimme.
(4) Die Generalversammlung bestimmt die Versammlungsleitung auf Vorschlag des
Aufsichtsrates.
(5) Die Generalversammlung beschließt eine Geschäftsordnung. Darin kann eine virtuelle
Mitgliederversammlung zur Vorbereitung der Generalversammlung vorgesehen werden.
(6) Beschlüsse werden gem. §47 GenG protokolliert.
(7) Die Generalversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrates. Sie bestimmt ihre Anzahl
und Amtszeit.

§ 4 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern. Er wird vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen.
Der Aufsichtsrat bestimmt die Amtszeit.
(2) Der Vorstand führt die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Er bedarf der Zustimmung
des Aufsichtsrates für die Aufstellung des Wirtschaftsplans und für außerplanmäßige
Geschäfte, deren Wert 30.000,00 Euro übersteigt, bei wiederkehrenden Leistungen
berechnet bis zur möglichen Vertragsbeendigung. Die Zustimmung kann für gleichartige
Geschäfte generell erteilt werden.
(3) Dienstverträge mit Vorstandsmitgliedern werden vom Aufsichtsrat im Rahmen der
Richtlinien der Generalversammlung abgeschlossen.

§ 5 Aufsichtsrat

(1) Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Er wird einzeln vertreten vom
Vorsitzenden oder von dessen Stellvertreter.
(2) Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder an der
Beschlussfassung teilnimmt. Der Aufsichtsrat kann schriftlich und auf elektronischem Wege
Beschlüsse fassen, wenn kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht.
(3) Der Aufsichtsrat überwacht die Leitung der Genossenschaft, berät den Vorstand und
berichtet der Generalversammlung.

§6 Beendigung der Mitgliedschaft, Ausschluss, Auseinandersetzung, Mindestkapital

(1) Die Mitgliedschaft und einzelne Anteile können mit einer Frist von zwei Jahren zum Ende
des Geschäftsjahres gekündigt werden.
(2) Mitglieder, die die Leistung der Genossenschaft nicht nutzen oder die Genossenschaft
schädigen, können ausgeschlossen werden.
(3) Die Mitglieder sind verpflichtet, der Genossenschaft ihre Anschrift mitzuteilen. Nicht
erreichbare Mitglieder können ausgeschlossen werden.
(4) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschlussbeschluss kann binnen
sechs Wochen nach Absendung bei der Generalversammlung schriftlich gegenüber dem
Vorsitzenden des Aufsichtsrates oder dessen Stellvertreter Widerspruch eingelegt werden
(Ausschlussfrist). Erst nach der Entscheidung der Generalversammlung kann der Ausschluss
gerichtlich angefochten werden. Über Ausschlüsse von Mitgliedern des Vorstandes oder des
Aufsichtsrates entscheidet die Generalversammlung.
(5) Bei Auseinandersetzungsguthaben werden Verlustvorträge anteilig abgezogen.
(6) Bei der Auseinandersetzung gelten 30% der in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen der
Genossenschaft als Mindestkapital der Genossenschaft, das durch die Auszahlung des
Auseinandersetzungsguthaben von Mitgliedern, die ausgeschieden sind oder die einzelne
Geschäftsanteile gekündigt haben, nicht unterschritten werden darf. Würde das
Mindestkapital durch die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens unterschritten, so
ist die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens des das Mindestkapital
unterschreitenden Betrages ausgesetzt, das Auseinandersetzungsguthaben aller
ausscheidenden Mitglieder wird anteilig gekürzt. Wird das Mindestkapital wieder
überschritten, werden die ausgesetzten Auseinanderguthaben zur Auszahlung fällig. Die
Auszahlung erfolgt dann jahrgangsweise.

§7 Bekanntmachungen

Bekanntmachungen, deren Veröffentlichung vorgeschrieben ist, erfolgen im Hamburger
Abendblatt.

Beschlosssen von der Generalversammlung am 30.11.2013

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