Freies Theaterzentrum WIESE in Hamburg

Eine Information des Bundesministerium des Inneren, Bau und Heimat
Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur

Mit dem Umbau eines Teils der ehemaligen Fabrikhalle eines Barmbeker Traditionsunternehmens sollen Theaterschaffende und Künstler aller Art angemessene Räume für Proben und Aufführungen erhalten. In der Umnutzung und Aufwertung der Fabrikhalle zu einem kulturellen Zentrum zeigt sich der Wandel des ehemaligen Arbeiterstadtteils Barmbek.

Um auf den Mangel an bezahlbaren Proben- und Aufführungsräumen zu reagieren, hat sich 2010 die Genossenschaft WIESE eG gegründet. Als künftiger Betreiber des Theaterzentrums möchte die WIESE eG gemeinsam mit der Stadt Hamburg, freien Künstlern, Genossenschaftsmitgliedern und externen Interessenten Räumlichkeiten gegen eine Nutzungsgebühr in einer ehemaligen Fabrikhalle zur Verfügung stellen.

Das Zentrum soll sich positiv auf die soziale Entwicklung und Integrationskraft im Quartier auswirken. Als Hauptnutzer sind eine Ausbildungseinrichtung für zeitgenössischen Tanz sowie freie professionelle Theatergruppen vorgesehen. Zudem stehen die Räumlichkeiten für Angebote der Anwohner, beispielsweise für Integrationsmaßnahmen oder die Förderung von Jugendlichen, zur Verfügung. Mit der Einrichtung einer KITA mit kunst- und bewegungsorientiertem Ansatz und der Möglichkeit einer Abendbetreuung begegnet das Konzept den sich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnissen.

Um die geplanten Maßnahmen umzusetzen, ist eine neue Ausgestaltung des Innenbereichs notwendig. Dabei werden mehrere Proberäume, ein Multifunktionssaal, eine Kindertagesstätte sowie Büros geschaffen. Die Gebäudehülle und damit einhergehend Fenster und Dach müssen gedämmt und an aktuelle energetische Standards angepasst werden. Ein neues Heizungssystem komplettiert die Maßnahmen.

Zusammenfassend wird mit der Einrichtung des Theaterzentrums WIESE nicht nur bezahlbarer Freiraum für künstlerisches Schaffen ins Leben gerufen, sondern auch ein Ort der Begegnung. Der Zugang zu Kunst und Kultur im Quartier soll erleichtert und die Aufenthaltsqualität sowie die Freizeitangebote verbessert werden. Das Zentrum schafft Arbeitsplätze vor Ort und ermöglicht eine gute Integration aller Bevölkerungsgruppen.